Ardennen und Hohes Venn

Raues Land, sinnlicher Kern

Radeln, wandern, schlemmen, Wellness – das Hohe Venn und die Ardennen sind keineswegs so karg, wie sie aussehen.

Ganz im Süden bei St. Vith hält Ostbelgien mit den Tälern der Ulf und der Our besondere Leckerbissen für Naturfreunde bereit. Seine schönste Seite zeigt das Tal bei Burg Reuland und Ouren. In Oudler beginnt der RAVel-Rad- und Wanderweg, der über sieben Kilometer oberhalb der Ulf bis Auel verläuft und sich dann über St. Vith bis Waimes fortsetzt. Zu den bisherigen 35 Kilometern kommen ab Juli 2010 noch 22 Kilometer bis ins wallonische Trois-Pont hinzu. Der Weg mit sehr geringer Steigung ist Teil des riesigen Radwandernetzes „Velo-Tour Hohes Venn-Eifel“ mit einer Gesamtlänge von 850 Kilometern. Rasanter geht es da schon auf den zahlreichen Mountainbike-Strecken zu. 

Moor & Wasser

Knorrige Moorbirken, Buschgruppen mit Öhrchenweiden, immer wieder vereinzelte Fichten und ausladende Ebereschen prägen die natürliche Szenerie im Hohen Venn. Besonders auffallend ist der Teppich der Pfeifengräser, der im Herbst in einzigartigem rostbraun-rotem Farbton und im Winter und Frühjahr in einem blassen Gelb leuchtet. Das Herzstück dieses Kronjuwels betritt man vom Naturparkzentrum Botrange aus, auf dem „Dach Belgiens“ mit nahezu 700 Höhenmetern. Naturkundliche Führungen in dieser Region wie auch im Naturzentrum Ternell zwischen Eupen und Monschau-Mützenich oder am Mont-Rigi Richtung Malmedy bieten viele Überraschungen. Malmedy, das hübsche Städtchen, in einem waldreichen Tal gelegen, ist das bekannteste „Tor zum Hohen Venn“. Sein Wahrzeichen ist die doppeltürmige Kathedrale.

Quellen & Wellness

Spa, die Wasserperle mit viel historischer Baussubstanz, ist Malmedys Antipode am anderen Rande des Hohen Venns. Das Wasser von Spa hat seinen Ursprung im Venn von Malchamps, einige Kilometer oberhalb der Stadt. Man erreicht es über die reizende Quellenroute (beschildert als „Route des Sources“), an der zwei der schönsten Ausflugsziele Spas liegen, die Source de ­Barisart und die Source de Géronstère, romantische Flecken, wo man die Ruhe der Wälder und regionale Küche genießen kann. An die 300 Quellen verstecken sich in den Buchenwäldern und rund um Spa. Bächlein stürzen in kleinen Kaskaden zwischen den Bäumen von den Hängen hinab, rauschen über dicke Steinblöcke und unter Holzbrücken hindurch und bahnen sich unablässig ihren Weg durch den Laubwald. Eine natürliche Zauberwelt, die ein weiteres Plus für Spa ist, das in ganz Europa als Mineralwasserstadt und Kurort bekannt ist. 

Nicht weit von Spa liegt der Ort Theux mit seiner sehenswerten Kirche und einem schönen Ortskern im typischen Baustil der Region. Eine mächtige Bastion ist die Ruine von Château Franchimont, die gleich drei Täler überragt. Man befindet sich am Fuße der beeindruckenden Ardennenhöhen, die sich weit hinab bis ins Tal der Amel (Amblève) nach ­Remouchamps mit seinen berühmten Grotten ziehen.

Von Remouchamps das Ameltal hinauf fahrend trifft man zunächst auf den Freizeitpark Coo und landet wenig später im Städtchen Stavelot mit seinem historischen Ortskern und der imposanten Abtei, die heute drei faszinierende Museen ­beherbergt: das Museum des Fürstentums von ­Stavelot-Malmedy, das Museum der Rennstrecke von Spa-Franchorchamps sowie ein dem französischen Dichter Guillaume Appolinaire gewidmetes ­Museum.

Schinken & Bier

Ausflüge in die Ardennen-Venn-Region werden leicht zu einer köstlichen Affäre. Sei es für fabelhafte Wildgerichte, feine Gourmetküche oder rustikale und nicht minder famose regionale Produkte – allen voran Prachtexemplare von Schinken, viele Wurstsorten sowie hausgemachte Pasteten. Aus Montenau bei Amel kommt ein berühmter kulinarischer Botschafter Belgiens, der original Ardenner Schinken, ein Gütezeichen mit großer Tradition. Spezial- und Saisonbiere nach artisanaler Methode werden ganz in der Nähe gebraut, in der Brasserie Bellevaux, wo man auch angenehm einkehren kann.

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