Heinsberg

Tief im Westen

Die Freizeitregion Heinsberg ist bunt, vielfältig, entspannend. Lauten Rummel muss man woanders suchen – es sei denn, es wird gerade ein Fest gefeiert.

Die grünen Flussauen von Rur und Wurm. Gelbe Rapsblüten im Frühling, goldener Weizen im Sommer. Roter Backstein in den Dörfern und Kleinstädten. Die Freizeitregion Heinsberg ist bunt und ­lebendig und hat in den vergangenen Jahren viel ­unternommen, um auch auswärtigen Gästen einen angenehmen Aufenthalt zu bieten. Das Stichwort heißt hier fast durchweg: Entspannung – denn mit dem Abstand von den urbanen Zentren rücken auch Hektik, Lärm und Stress in weite Ferne. Stattdessen bietet der landwirtschaftlich geprägte und weitgehend flache bis leicht wellige Streifen östlich der Maas und entlang der niederländischen Grenze eine Vielzahl beschaulicher und ursprünglicher Dörfer sowie historische Baudenkmäler wie Mühlen, Wasserschlösser, Herrenhäuser und großzügige Gutshöfe.

Im Süden der Region liegt auf dem Gebiet der Stadt Geilenkirchen die Teverener Heide, die als Naturschutzfläche äußerst reizvolle Landschaftsmerkmale bietet. Mächtige Binnendünen, sandige Böden mit Kiefernwäldern, Heideflächen, Moore und Feuchtwiesen prägen das Gebiet, das von markierten Wander- und Reitwegen durchzogen ist.

Historische Eisenbahn mit Dampflok

Gleich in der Nachbarschaft lockt die im Jahr 827 erstmals urkundlich erwähnte Kleinstadt Gangelt, deren Stadtbild noch echten mittelalterlichen Charme atmet. Besondere Anziehungspunkte sind das Freizeitzentrum mit beheiztem Freibad, Minigolf- und Kahnweiheranlage, der grenzüberschreitende Natur- und Landschaftspark Rodebach, der Wildpark und die dampfbetriebene Schmalspureisenbahn („Selfkantbahn“), die mit Dampfloks und historischen Waggons zwischen den Ortsteilen Gillrath und Schierwaldenrath verkehrt.

Dann der „Westzipfel“ – Selfkant, die am weitesten westlich gelegene Gemeinde Deutschlands, die mit ihren Dörflein, ihren Waldstücken, ihren Feldfluren und vor allem mit ihrem großen Netz gut ausgebauter Wirtschaftswege ein beliebtes Ziel für Radler, Wanderer und Reiter ist. Ein Ausflug in den Selfkant lässt sich vortrefflich mit einem Abstecher ins grenzüberschreitende Wald- und Moorgebiet zwischen Waldfeucht, Susteren (NL) und Montfort (NL) verbinden, das geologisch bereits den Übergang zum Tal der Maas markiert. Hier wie in der gesamten Region sind die Radwege durch Hinweisschilder sowie durch Knotenpunktsysteme hervorragend kenntlich gemacht – sowohl auf niederländischer als auch auf deutscher Seite.

Weiter nördlich, jenseits der Rur, die hier nur noch wenige Kilometer bis zu ihrer Mündung in die Maas zurückzulegen hat, liegt Wassenberg – ebenfalls eine reizvolle Kleinstadt mit mittelalterlichen Wurzeln. Das Parkbad bietet mit Sauna und großer Außenanlage aktive Erholung, direkt angrenzend befindet sich der neue komfortable Wohnmobilstellplatz. Wassersport ist zudem auf der Rur oder dem nahe gelegenen Effelder Waldsee möglich.

Ein Erlebnis: Naturpark Schwalm-Nette

Aus der Region Effeld-Wassenberg kommt im Frühjahr nicht nur der weithin bekannte Spargel, der ­natürlich auch in der örtlichen Gastronomie einen hohen Stellenwert hat – die Orte ­bilden auch den Südrand des deutsch-niederländischen Naturparks Schwalm-Nette, der bereits 1965 entstanden ist: Natur- und Vogelschutzgebiete mit einer Fläche von nahezu 10.000 Hektar, die durch Wander- und Radrouten erschlossen sind. Der ­Naturpark Schwalm-Nette unterhält drei Besucherzentren: Im Norden das Haus Püllen in Wachtendonk, ein Infozentrum in der Burg Brüggen und das Naturparkzentrum Wildenrath bei Wegberg.

Neben Natur und aktiver Erholung bietet die Heinsberger Region auch ­etliche kultur- und sozialgeschichtliche ­Attraktionen. Besonders bemerkenswert das Bauernmuseum in Selfkant-Tüddern, das mit einer Sammlung historischer Traktoren, ­Maschinen und Werkzeugen überrascht. Ebenfalls sehenswert: Die ­Senfmühle in Erkelenz, das ­Besucherbergwerk „Schacht 3“ in Hückelhoven, das Korbmachermuseum in ­Hückelhoven-Hilfahrt sowie das Flachs-­museum in Wegberg-Beek.

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