Herver Land

Steinalte Kirchen im Land der Äpfel

Eine Reise durch das Herver Land mit Abteien, Schlössern, Dörfern, köstlichen Terroir-Produkten und mit einem Hauch Toskana.

Tatsächlich kann man sich ein wenig wie in Italien fühlen, wenn man über die Hügelkuppen, die Baumgruppen und sattgrünen Wiesen auf die Silhouetten des Herver Plateaus blickt. Dazwischen liegen schmucke Ortschaften wie Aubel, bekannt für Apfel- und Birnensirup. Dieser wird bei vielen Herstellern noch nach alter Handwerkstradition aus heimischem Obst gefertigt – bekannt ist zum Beispiel die Siroperie Artisanale d'Aubel von Claudy Nyssen, die auch Führungen in deutscher Sprache anbietet. Im Zusammenspiel mit Herver „Stinkkäse“, einem Produkt mit A.O.P Gütesiegel, und Cidre verwöhnt er im vortrefflichen Trio den Gaumen. Eine prickelnde Angelegenheit in Aubel ist die Cidrerie Stassen, seit mehr als 100 Jahren der Name für perlenden Cidre aus den Apfelsorten Jonagold, Elstar und Boskop – gewachsen hier und im nahen Lütticher Land. 

Regionale Produkte für Feinschmecker

Eine weitere Adresse für Freunde des guten ­Geschmacks ist das „F - La Gastronomie Fiasko“ in Aubel. Das Besondere: Ausgedehnte Feinschmeckeraufenthalte sind hier ebenso angesagt wie kleine Gerichte im Bistro Astrid bei einer kürzeren Einkehr. In Val Dieu, dem abgeschieden gelegenen „Tal Gottes“, werden aromatisches Bier und Käse hergestellt. Besucher der Abtei und der Kirche, aber auch Wanderer, kehren gerne in die beiden Lokale vor Ort ein. 

Die Produkte des kulinarischen Paradieses Herver Land und viele Informationen bekommt der Besucher im „Platz des Geschmacks“, dem „Place des Saveurs“ in Herve. Von hier aus lässt sich über den so genannten RAVeL-Weg, einem sehr gut ausgebauten Radwanderweg, quer durch das Herver Land (insgesamt 40 km) bis Hombourg oder in die andere Richtung bis vor die Tore von Lüttich wandern, ­reiten oder biken. Überhaupt gilt die ganze Region als ausgesprochen anziehend für Wanderfreunde. 

Im Zentrum von Herve auf der Hauptstraße nach Lüttich (N3) empfiehlt sich ein Abstecher nach Bolland, das sich am gleichnamigen Bach entlang in eine Talmulde duckt. Zum architektonischen Ensemble gehören das Schloss von Bolland, ein Gutshof (17. Jahrhundert) mit  mächtigen Türmen, eine Kirche und die Kapelle von Noblehaye (1707). Die Gegend darf sich zudem mit zwei der „schönsten Dörfer der Wallonie“ schmücken. Clermont sur Berwinne könnte das Bühnenbild einer Operette sein. Und das versteckt gelegene Soiron bei Pépinster gruppiert sich um das Schloss und eine Reihe von klassischen Gebäuden im Maasrenaissance-Stil aus dem 17. und 18. Jahrhundert.&nb

Das Mittelalter lebt in Limbourg

Am südlichen Rand des Herver Landes lohnt sich ein Abstecher nach Limbourg. Der Platz Saint Georges, umstellt mit den alten Bürgerhäusern, ist das Herzstück des Ortes. Eine Melange von Bruch-, Kalk- und Backstein, winkelig, wackelig wirkend, verschnörkelt mit Miniaturfenstern und -türen, die Fassaden an den Unebenheiten des Kopfsteinpflasters ausgerichtet, auf dem die Tritte balancieren. Die steinalte Kirche Saint Georges aus dem 15. Jahrhundert thront auf dem Rand des befestigten Felsens von Limbourg.

Auch Dalhem, mittelalterlicher Festungsort mit dem geheimnisvollen Hohlgang  „Wichet de la Rose“ (fast 400 Jahre alt) ist sehenswert. Ganz in der Nähe erheben sich die Fördertürme der touristischen ­Domaine Blegny-Mine. Hier kann man als echter Steinkohlen-Kumpel unter Tage fahren und über Tage die zahlreichen Attraktionen des Parks nutzen. Von Blegny fährt man nicht mehr weit bis an die ­Niedermaas in die Region Visé. Das nette Städtchen ist berühmt für hervorragende Gänseprodukte. Gerne-Gut-Esser finden sie z.B. in der „Ferme D’Artagnan“ in Haccourt in Form exzellenter Gourmandisen vor.

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