Maastal

Landgang zwischen Huy und  Roermond

Schlösser, Deiche, Einkaufstempel: Im Tal der Maas könnte man einen ganzen Urlaub verbringen.

Breit und sanft windet sich die Maas durch die Euregio – sie ist der wichtigste Fluss der Dreiländerregion: aktuelle Verkehrsader und historischer Schifffahrtsweg, an dessen Ufern zahlreiche Zeugnisse der kulturellen und wirtschaftlichen Geschichte zu entdecken sind. Vorbei an prächtigen Städten und faszinierenden Naturkulissen geht die Reise, aber auch stillgelegte Fabriken und lärmende Autobahnen prägen das Bild. Die Maas atmet Legenden und Geschichten, in ihrer Nähe stehen rund 80 Schlösser und Burgen.

Seilbahn zur Zitadelle

In Huy schweben die roten Kabinen der Seilbahn über die Maas hinweg auf die riesige Festungsanlage. Über 140 Meter hoch liegt die Aussichtsplattform. Unten, wie Miniaturen wirkend, die Häuschen der Altstadt, um den Markplatz mit den vielen Cafés gruppiert. Nebenan, am Ufer nahe der Brücke, „Li Pontia“, wie man sie in Huy nennt, ragt die Stiftskirche Notre Dame mit prunkvoller Schatzkammer und der berühmten Fensterrosette „Li Rondia“ auf. Vorbei an Amay mit seiner sehenswerten Stiftskirche St. Georges et Sainte Ode und dem Schloss Jehay fließt die Maas Richtung Seraing, dorthin, wo die Kristallmanufaktur Val Saint Lambert Weltruf genießt – direkt vor den Toren Lüttichs, der Metropole, die eine wahre Renaissance erlebt. Bevor sie zum Grenzfluss zwischen den Niederlanden und Belgien wird, fließt die Maas an Visé vorbei, ein hübsches und einladendes Städtchen, in dem es für Ausflügler viel zu entdecken gibt.

 

 

Natur von Menschenhand

Das Dorf Eijsden mit seinem sehenswerten und gastronomisch gut ausgestatteten historischen Ortskern ist auch Standort für eines der imponierenden Maasschlösser mit Prachtgarten. Es liegt an der Mergellandroute, einer ausgeschilderten Rundstrecke zu den regionalen Attraktionen zwischen der Maas, Valkenburg und Vaals. Sobald die Maas mit Maastricht eine weitere Metropole hinter sich gelassen hat, erstreckt sich zu beiden Ufer die Provinz Limburg – im Osten die niederländische, im Westen die belgische: eine gastfreundliche Region, in der man zu leben versteht, mit vielen Sehenswürdigkeiten, Freizeitangeboten und Einkehrmöglichkeiten. Wanderwege und gut beschilderte Radwegenetze findet man auf beiden Seiten des Flusses, der nun durch absolutes Flachland fließt; nicht zuletzt deshalb ist man mit dem Fahrrad hier bestens unterwegs.

Im Gebiet zwischen Stein/Elsloo und Maaseik ist das so genannte Grensmaasvallei auch aus Gründen des Hochwasserschutzes mit viel Aufwand renaturiert worden, die faktisch komplett von Menschenhand konfigurierte Natur bietet viele interessante Augen-Blicke: Deiche, gewaltige Stau-Becken, Biotope für Wasservögel und andere Tiere. Das Maaszentrum in Dilsen-Stokkem informiert über die Historie und den aktuellen Naturschutz in diesem Abschnitt des Maastales, gelegen direkt am Rad- und Wanderweg. 

Jachten und Kapitäne

Der führt wenige Kilometer weiter nördlich mitten durch Maaseik, dessen malerischer Marktplatz ein Fest der Lebensfreude ist. Das Maas-Feeling mit den Brisen am Wasser und dem fast südländischen Flair geht weiter, wenn Radler ab Aldeneik ihre Route am Fluss entlang über Ophoven (Kinrooi) bis Kessenich fortsetzen. Der „Place to be“ und ideal zum Rasten ist das Hotel-Restaurant „De Spaanjerd“ am gleichnamigen Jachthafen in Kinrooi gelegen. Der zählt zum Königreich der Freizeitkapitäne und Skipper, das sich mit kleinen romantischen Häfen in Maasbracht und Stevensweert bis Roermond erstreckt. 

Roermond ist Shopping-Stadt par excellence, aber auch die Stadt am Wasser in Limburg. Das Resort Marina Oolderhuuske gilt als Perle der Maasplassen, mitten im spiegelnden Relief von Fluss, Seen und Kanälen platziert. Boote über Boote an Stegen vor den Residenzen auf dem Wasser erinnern ein wenig an Port Grimaud an der Côte d‘Azur. An den Ufern kann man spazierengehen, es gibt Camping direkt am Wasser; auf der exponierten Terrasse des „River Plaza“ kann man bequem rasten und eine Kleinigkeit essen – oder auch einfach träumerisch den vorbeifahrenden Schiffen nachschauen.

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