Mergelland

Zu den Gipfeln der niederländischen Schweiz

Vom idyllischen Flusstal bis zum Vergnügungspark – im Mergelland zwischen Aachen und der Maas gibt es nicht die geringste Chance auf Langeweile.

Mergelland, Heuvelland, limburgische Schweiz – die Benennungen sind verschieden, gemeint ist stets der gleiche Landstrich: die grünen, sanft gerundeten Hügel, die das Gebiet zwischen der Aachener Region und dem Maastal prägen. Ein Netz von hervorragend gepflegten und ausgeschilderten Wander- und Radwegen erschließt das Gebiet. Wer hier unterwegs ist, findet stete Abwechslung für das Auge und die Sinne: Obstwiesen, Waldstücke, Weiden und Äcker, malerische Bachtäler und immer wieder auch alte Gehöfte und Burgen, die an frühere Zeiten erinnern. Das tun auch die Dörfer, die mit ihren historischen Ortskernen und vor allem auch mit einer Vielzahl hübscher Cafés und Restaurants zu einem Besuch einladen.

Irrgarten am Dreiländerpunkt

Wir beginnen unsere kleine Tour am Dreiländerpunkt auf dem Vaalserberg. Er ist mit 322 Metern die höchste natürliche Erhebung der Niederlande – und entsprechend eines der beliebtesten Ausflugsziele des Landes. Hier oben bietet der König-­Baudouin-Aussichtsturm einen weiten Blick übers Mergelland, über Aachen und bis weit in die Ardennen hinein. Spannend auch das Labyrinth, das sich als wahrer Irrgarten mit mannshohen Hecken und Wasserfontänen erweist. 

Vom Vaalserberg aus ist es nicht weit in das weiter westlich verlaufende Geultal. An der natürlich durch ihr Tal mäandernden Geul liegen Obstwiesen und gewachsene Bachauen, die von markierten Wanderwegen erschlossen sind. Sehenswert und direkt an der Geul gelegen sind auch die historischen Dorfkerne von Epen und Mechelen, wo etliche nette Cafés und Restaurants zum Verweilen auf ihre Sonnenterrassen einladen. Vor dem Hotel Smidse in Epen können wir den Blick über das Geultal genießen und dabei landestypisch essen und trinken.&nb

Steinkohlenbergwerk und historische Dampfeisenbahn

Einige Kilometer weiter flussabwärts gelangen wir nach Valkenburg. Quirlig und voller Attraktionen präsentiert sich das bunte Städtchen im Geultal. Der Märchenwald Sprookjesbos, der Vergnügungspark De Valkenier, geheimnisvolle Mergelgrotten, die mondäne Wellness-Oase Thermae 2000 oder die Ruine der einzigen Höhenburg der Niederlande – Valkenburg bietet für fast jedes Interesse einen Anlaufpunkt. In der Steenkolenmijn erleben Besucher der tiefen Stollen, wie vor einigen Jahrzehnten die ­Arbeit unter Tage aussah.

Auf der historischen Bahnlinie „Miljoenenlijn“ fahren wir in die Grenzstadt Kerkrade. Hier, wo ebenfalls früher Steinkohle abgebaut wurde, finden Gäste ein interessantes Portfolio an touristischen Highlights vor. Etwa die weltgrößte Indoor-Skipiste Snowworld, den Gaia-Park, ein Zoo in attraktivem Ambiente, und das Continium Discovery Center, das der Geschichte von Wissenschaft und Technik gewidmet ist.

Naturparadies in Miniature

Wenige Kilometer weiter nördlich entdecken wir ein ganz besonderes Juwel: Dort wo die Hügel des Mergellandes langsam abflachen und die Landschaft im Übergang zum Selfkant zunehmend flacher wird, liegt die Brunssumer Heide. Viel Sand, kleine Hügel, niedriger Baumbestand und von Erika bewachsene Flächen prägen hier das Bild. Auf idyllischen Wanderwegen durchstreifen wir das geschützte Naturgebiet, für die Mountainbiker wurden drei kleine Runden Singletrails angelegt, die sicherlich zu den attraktivsten gehören, die das Mergelland zu bieten hat. Sie schlängeln sich harmonisch durch das einsame Heidegebiet. Mit etwas Glück treffen Besucher der Heide auf Kaninchen, Rehe und Greifvögel oder auch auf einen jungen Dachs. Für eine Einkehr nach dem Heidetrip bietet sich das Pannekoeken Huis Schrijversheide an, wo man auf traditionell niederländische Art wieder zu Kräften gebracht wird. 

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