Hoch hinaus


Von Katja Laska

Gyrokopter kreisen schon seit fast 100 Jahren durch die Luft. 2007 startete der erste Tragschrauber mit offenem Verdeck auch ab dem Flugplatz Merzbrück. Bei einem Rundflug gibt es die Dächer von Aachen, Vaals und Eupen zu sehen. „Cabrio fahren in 600 Metern Höhe“ – so beschreibt einer der Fluggäste eine Runde mit dem Gyrokopter. Dieses Gefühl verdankt er Ralf Sowinski. Der Pilot und Fluglehrer hat vor zehn Jahren „fliegmituns“ ins Leben gerufen und zeigt seitdem jedem, der will – und vorallem mutig genug ist –, die Welt von oben.

Das Besondere: Hoch hinaus geht es in einem Tragschauber, auch Gyrokopter genannt. „Das Außergewöhnliche ist, dass man im Offenen sitzt und sich den Wind um die Nase wehen lässt“, erzählt Sowinski. Alles stabil Zur Geschichte des Fliegers: Der Spanier Juan de la Cierva verliert bei einem Flugzeugabsturz 1923 einen Freund und macht es sich zur Aufgabe, das Fliegen sicherer zu machen. „Höchstwahrscheinlich war das Flugzeug zu langsam und man kam in eine unkontrollierte Fluglage“, erklärt Sowinski. Der Tragschrauber, den er damals „Autogiro“ taufte, sollte genau das verhindern. „Der Flügel dreht sich permanent und die Träger der Maschine werden gleichmäßig angeströmt. So kann der Flieger nicht unkontrolliert abstürzen.“ Genau das zeichnet für Sowinski, neben dem offenen Verdeck und dem Rundumblick natürlich, die Über-den-Wolken-Momente aus.

Denn erstmal gesetzt und abgehoben, gibt es kein großes Auf und Ab, wie bei einem üblichen Linienflug. „Wir gleiten turbolenzfrei“, sagt Sowinski. Wohin die Reise geht, entscheidet dabei der Fluggast. „Wir versuchen alles möglich zu machen. Wenn jemand gerne nach Norderney fliegen möchte, dann geht das auch“. Abgerechnet wird nach Zeit. Ans Ruder Wen nicht nur die Richtung, sondern auch die Steuerung des Gyrokopters interessiert, kann für einen Aufpreis auch mal zum Hobby-Piloten werden. Natürlich nach einer fachgerechten Einweisung.

Bis auf die Zeit des Starts und der Landung darf dann das Steuer übernommen werden. Ralf Sowinski hat sich mittlerweile Unterstützung ins Boot geholt und seine Gyrokopter bundesweit verteilt. Fliegen kann man ab der Insel Borkum, Dinslaken Schwarze Heide/Hünxe, Marl-Loemühle bei Dortmund, Wesel -Römerward am Niederrhein oder eben Merzbrück. Eine kleine Info für Neulinge: „Unsere Piloten kommen aus den Ecken aus denen sie starten und wissen, wo es schön ist“. Wer nicht nur hoch hinaus, sondern vor allem im freien Fall wieder herunter möchte, hier noch ein Tipp: bei „fliegmituns“ kann man auch Fallschirmspringen.  \ www.fliegmituns.de
Bei „fliegmituns“ können Gutscheine online gekauft und genauso auch wieder eingelöst werden. Der Fluggast sucht sich einen Startplatz aus und bucht im Online-Kalender einen Termin. Preislich geht es los bei 49 Euro für zehn Minuten – Open End.  \

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