Idee und Info

Mobility Euregio

In der Euregio Maas-Rhein leben rund 3,8 Mio. Menschen. Um die regionale und wirtschaftliche Entwicklung zu fördern, ist die Euregio Maas-Rhein auf ein qualitativ hochwertiges und leistungsfähiges Verkehrssystem angewiesen. In diversen Fachgutachten zur Verkehrssituation in der Euregio Maas-Rhein wurde festgestellt, dass zwar im motorisierten Individualverkehr eine sehr gute Verkehrsqualität erreicht wird, im öffentlichen Verkehr jedoch trotz aller Anstrengungen und Erfolge bis heute erhebliche Hemmnisse vorherrschen.

Das Gebiet der Euregio Maas-Rhein ist durch eine außerordentlich hohe Verkehrsdichte gekennzeichnet, welche sich aus starken Binnenverkehren in dem teilweise sehr dicht besiedelten Gebiet, ständig wachsenden regionalen grenzüberschreitenden Verkehren und erheblichen Güter- und Personenfernverkehren, welche die Verkehrsinfrastrukturen der EMR als Transitstrecken nutzen, zusammensetzt.

Dieses hohe Verkehrsaufkommen, das sich – allen Prognosen zufolge – in den kommenden Jahren aufgrund der fortschreitenden europäischen Integration und der weiter wachsenden Güterverkehre noch deutlich verstärken wird, wird heute zum größten Teil über das Straßennetz (PKW & LKW) abgewickelt. Dies führt vor allem in den Ballungsräumen der EMR dazu, dass die vorhandene Straßeninfrastruktur bereits jetzt an ihre Belastungsgrenzen stößt und Verkehrsbehinderungen, die sich wiederum nachteilig auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirken, an der Tagesordnung sind.

Dem gegenüber steht – trotz bereits punktuell erreichter Verbesserungen – ein in Bezug auf den regionalen grenzüberschreitenden Verkehr schlecht ausgebautes ÖV-System gegenüber, mit welchem die vorhandene, starke Nachfrage zwischen den Städten und Regionen in EMR nur in Ansätzen ausgeschöpft werden kann. Zentrale Hemmnisse im Gegensatz zur Nutzung des PKW sind das in vielen Bereichen mangelhafte Angebot, die wenig transparenten Tarife sowie die eingeschränkten Informationsmöglichkeiten.

Ziele

Um die oben genannten Mängel zu beheben und durch verstärkte Kooperation mittel- bis langfristig ein weitest gehend integriertes Verkehrssystem in der EMR zu schaffen, wurde im Jahr 2003 die so genannte Euregionale ÖV-Plattform gegründet. In ihr sind alle Aufgabenträger für den ÖV im Gebiet der EMR vertreten.

In ihrer zweiten Sitzung am 23.10.2003 fasste die Plattform vier wichtige Beschlüsse, die als Basis für die weitere Entwicklung des grenzüberschreitenden ÖV dienen sollen. Festgelegt wurde die zukünftige Koordinationsstruktur, gemeinsame zentrale Thesen, die Schaffung eines Euregionalen Nahverkehrsplanes (ENVP) sowie die Umsetzung eines so genannten ÖV-Sofortprogrammes.

Inzwischen konnten sämtliche Projekte des ÖV-Sofortprogramms – von der Anlage und Planung der ÖV-Infrastruktur bis hin zu umfangreichen Kampagnen zur Information der Kunden und der Vermarktung der grenzüberschreitenden Verkehrsangebote mit Erfolg umgesetzt werden. Darüber hinaus liegt nunmehr mit dem Euregionalen Nahverkehrsplan (ENVP) eine zuverlässige Basis für die weitere grenzüberschreitende Netzplanung vor.

Das Projekt M3 ist die zweite Stufe des ÖV-Sofortprogramms. Auf die Erfolge, die in der Vergangenheit mit dem „ÖV-Sofortprogramm 1“ erzielt wurden, soll aufgebaut werden. Es sind im Zuge der gemeinsamen planerischen Aktivitäten im Bereich öffentlicher Verkehr grenzübergreifende Organisationsstrukturen in der Euregio Maas-Rhein geschaffen worden, die die Umsetzung euregionaler ÖV-Projekte inzwischen erheblich erleichtern. Mit diesen grenzübergreifenden Strukturen als starke Basis sollen neue grenzüberschreitende ÖV-Projekte in Angriff genommen und bereits laufende grenzüberschreitende ÖV-Projekte besser in Wert gesetzt werden. Von den sich daraus ergebenden Synergieeffekte im grenzüberschreitenden öffentlichen Personenverkehr sollen in erster Linie die Kunden profitieren.

Im Rahmen des Projekts M3 hat man sich folgende Ziele gesetzt:

  • Planung zusätzlicher grenzüberschreitender ÖPNV-Verbindungen im Schienen- und Busverkehr
  • Abbau der „Grenzwiderstände“ im grenzüberschreitenden ÖPNV durch die Einführung vereinheitlichter euregionaler Tarife
  • Deutliche Verbesserung des Marketings und der Kundeninformation auf euregionaler Ebene
  • Nutzung moderner Technologien in den Bereichen Ticketing und Kundenansprache
  • Verbesserung der öffentlichen Nahverkehrsangebote für alle Nachfragegruppen unter besonderer Berücksichtigung des Freizeitverkehrs.

 

 

Projektpartner M3

Der Aachener Verkehrsverbund (AVV) hat als Lead-Partner die Projektkoordination für das INTERREG-IV-A-Projekt übernommen. Weitere Partner sind auf niederländischer Seite die Provincie Limburg, auf belgischer Seite die Région Wallonie und das Verkehrsunternehmen De Lijn sowie auf deutscher Seite die Stadt Aachen. In enger Kooperation mit den anderen Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen sowie Mobilitätsdienstleistern in der Region wird an der Schaffung eines integrierten ÖV-Systems für das Gebiet der Euregio Maas-Rhein mit direkten, dicht vertakteten grenzüberschreitenden Verbindungen auf Straße und Schiene, attraktiven durchgängigen Tarifen und einfachem, schnellem Informationszugang gearbeitet.

Grenzüberschreitende Mobilität ist die Voraussetzung für das wirtschaftliche, kulturelle und soziale Zusammenwachsen der Regionen in der Euregio Maas-Rhein.

Freizeit-Guide

Schnellverkehrsplan

Ticket

© all rights reserved – mobility-euregio.com 2011

LinksImpressumSitemap